Das kleine Mädchen mochte das Einmaleins nicht und das Siebenmalacht nicht und vor allem nicht das Neunmalsieben! Und weil es das nicht mochte, konnte es das auch nicht. Und weil es das nicht konnte, war das Mädchen traurig. Der Vater des kleinen Mädchens schimpfte aber nicht und er liess es auch nicht stundenlang kopfrechnen, sondern er liess sich etwas einfallen.
Er dachte sich ein Spiel aus.
Das kleine Mädchen musste kleine Kärtchen auf kleine Felder legen, die eben Siebenmalacht oder Neunmalfünf oder so hiessen. Das macht Spass, weil sogar der Vater ziemlich nachdenken musste, wenn er schneller legen wollte, als das kleine Mädchen bald konnte.
Bald wollte auch der Bruder des kleinen Mädchens mitspielen. Und einige Tage später die kleine Freundin des kleinen Mädchens. Bald merkte auch der Lehrer der Kinder, dass Neunmalfünf oder Viermalacht gar kein Problem mehr waren. Er erzählte das vielen anderen Lehrern und Eltern vieler anderer Kinder, die das Einmaleins nicht mochten.
Und schliesslich musste der Vater des kleinen Mädchens viele, viele solcher Spiele fabrizieren lassen. Wer bei unseren Spielen Feuer fängt, wird ein Kopfrechenakrobat.

Die einen schwärmen: Zahlen seien ordnungsfanatisch. Kein versteckter Hintersinn, für fast alle Operationen eine auf der ganzen Welt gültige Norm. Anderen lösen ebendiese Zahlen Angstschweiss aus. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Deshalb greifen unsere Lernspiele schon im Grundschulalter ein. Hürden aus dieser Altersstufe bleiben, Lernerfolg aber auch.
Unter DYSKALKULIE versteht man Schwächen im Zahlenraum; sie ist, wie die andern in diesem Abschnitt erwähnten Begriffe, völlig intelligenzunabhängig. DYSLEXIE meint die Schwierigkeit beim Lesen und Verstehen von Wörtern oder Texten. LEGASTHENIE liegt vor, wenn man eine massive und lange andauernde Störung beim Erwerb der Schriftsprache hat.