Max Giezendanner entwickelte 1984 sein erstes Spiel Wurzeljoker, welches den Kindern das Erlernen des Einmaleins und der Zahlenreihen erleichtern soll. Lehrpersonen und Eltern sind noch heute begeistert von der einfachen Methode. Das Spiel erhielt 1986 eine Auszeichnung an der Ausstellung Wordldidac und wurde seither nicht weniger als 40'000 Mal verkauft.
Danach wurden zwei weitere Lernspiele produziert und diverse andere Lehrmittel erarbeitet. Sie decken alle Bereiche des Rechnen-Lehrinhalts vom ersten bis zum sechsten Schuljahr ab.
Max Giezendanner war jahrelang Präsident des Vereins Dyslexie Zürich tätig und gibt zum Thema Dyskalkulie schon lange Vorträge in der ganzen Schweiz.
Blenden wir kurz zurück in die 80er-Jahre: In der eigenen Familie schien eines der Mädchen Schwierigkeiten in der Schule zu haben. Noch war das Angebot an Hilfeleistungen der Schule nicht so ausgefeilt wie heute. Das Problem liess sich zwar aufs Rechnen eingrenzen, aber noch war man weit davon entfernt, eine geeignete Methodik bei der Bewältigung solcher Schwierigkeiten zu besitzen. Max Giezendanner, der von früh auf ein Flair für Zahlen hatte, entwickelte mit primitiven Mitteln eine Lernhilfe für die Tochter. Aus diesen entstand dann der Wurzeljoker, der sich mittlerweile zehntausendfach bewährt hat.
In seinem Berufsleben konnte man Max Giezendanner gut unter Druck setzen: Seine Firma in Watt bei Regensdorf sorgte mit ihren High-end-Scannern für die richtigen Druckvorlagen. Im Sport hatte es ihm das Bobfahren angetan, bis hin zu einer EM-Bronzemedaille im Viererbob. Und eben: Die Zahlen. Was immer Hobby war, mündete letztlich in erfolgreichen Spielen.
Unter DYSKALKULIE versteht man Schwächen im Zahlenraum; sie ist, wie die andern in diesem Abschnitt erwähnten Begriffe, völlig intelligenzunabhängig. DYSLEXIE meint die Schwierigkeit beim Lesen und Verstehen von Wörtern oder Texten. LEGASTHENIE liegt vor, wenn man eine massive und lange andauernde Störung beim Erwerb der Schriftsprache hat.